Reservefallschirm als letzte Rettung

Veröffentlicht in: News | 0

Der Reservefallschirm ist eines der wichtigsten Bestandteile eines Fallschirmes. Er wird auch als Rettungsfallschirm oder Notschirm bezeichnet. Der Reservefallschirm ist ausschließlich zur Rettung aus der Luftnot vorgesehen und wird zum Schutz des Fallschirmspringer zum normalen Fallschirm mitgeführt.

Gute Ausbildung schützt vor Unfällen

Bevor eine Auslösung eines Reservefallschirmes muss es eine Abklärung der denkbaren Notsituationen und die Einsatzmöglichkeit stattfinden. Danach folgt die Unterbringung in dem normalen Fallschirm und die mögliche Steuerbarkeit muss gesichert sein. Durch unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten werden eventuell andere erweiterte Notsysteme notwendig. Dies ist zum Beispiel bei einem Schleudersitz gegeben, hier ist der Reservefallschirm gleichzeitig auch der Notschirm. Bei normalen Fallschirmen und den Fallschirmspringern ist der Reservefallschirm ein Teil des Gesamtrettungssystem und wird in Verbindung mit kleinen Flugzeugen und größeren Geräte im Luftsport.

Alle unterschiedliche Fallschirmarten haben auch unterschiedliche Systeme des Reservefallschirm. So gibt es Rundkappenfallschirme und Flächenfallschirme. Alle Fallschirmarten unterliegen in Deutschland dem §1 Luftverkehrsgesetz als eingene Luftfahrzeugklasse. Bei Hängegleiter und Gleitschirmen kommt es bei dem Reservefallschirm besonders auf die schnelle und zuverlässige Öffnung an, da der Pilot meist nur ein paar hundert Meter vom Boden entfernt ist. Daher ist das Mitführen eines Rettungsfallschirmes in Deutschland über fünfzig Meter zwingend vorgeschrieben. Der Notschirm wird bei einem Gleitschirm vor oder seitlich des Piloten in einem extra vorgesehenen Behälter am Gurtzeug angebracht. Auch in der Sitzfläche oder am Rückenteil ist eine Unterbringung möglich. Hängegleiter haben den Notschirm meist in der Liegeschürze der Piloten im Bereich des Oberkörpers untergebracht. Hier sowie bei allen anderen Fallschirmarten wird der Reservefallschirm über eine Rettungsleine ausgelöst. Außer bei dem Schleudersitz, hier wird eine Verzögerung vom Ausstoß des Sitzes bis zum auslösen den Fallschirmes erzeugt, damit eine notwendige Entfernung zum Sportgerät entsteht.

Weiterführender Link:
Kleines Fallschirmspringen-Lexikon

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.