Skysurfen – Nichts für schwache Nerven

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Das Skysurfen gehört zu den jüngsten Disziplinen des Fallschirmspringens bzw. des Fallschirmsportes, ist aber schon sehr bekannt. Das liegt vor allem an den spektakulären Figuren, die in den meisten Fällen von einem zweiten Springer mit einer Helmkamera festgehalten werden.

Die Besonderheit des Skysurfens ist, dass der Springer ein spezielles Skysurfboard an seine Füße schnallt, welches es sogar ermöglicht, durch den Himmel zu surfen. Das Board ist also vergleichbar mit einem Snowboard und verfügt über ein Notabwurfsystem. Dieses System gibt dem Skysurfer die Möglichkeit, sich des Boards zu entledigen, wenn er aus irgendeinem Grund die Kontrolle verliert.

Ist Sie auch eine Skydiverin? Foto: JWR - Fotolia.com

Nach dem Absprung aus dem Flugzeug muss das Team perfekt eingespielt sein. Es erfordert einiges an Übung, damit der Kameramann zur rechten Zeit seine Aufnahmen macht und somit die außergewöhnlichsten Sprünge auch aufgezeichnet werden. Das Team besteht lediglich aus zwei Leuten, das Skysurfen eignet sich also nicht besonders gut für die Fallschirmspringer, die ein Gruppenerlebnis suchen.

Syksurfer – Starkes Zeierteam

Innerhalb der Zweierteams müssen die Sprünge gelungen sein, diese müssen aber auch in guter Qualität aufgenommen werden, da die Bewertung bei Wettbewerben nur aufgrund der Filmaufnahmen erfolgt. Es gibt auch in dieser Disziplin bestimmt Pflichtsprünge und eine große Auswahl von Sprüngen, die zu einer individuellen Kür kombiniert werden können.

Besondere Aufmerksamkeit muss der Akrobatik der Sprünge entgegengebracht werden. Die verschiedenen Sprünge reichen von Saltos, Rollen, dem Surfen durch den Himmel bis hin zu Rotationen und den „Helikopterschrauben“, bei denen der Springer mit dem Kopf nach unten dem Erdboden entgegenrast. Passt die Abstimmung zwischen Springer und Kameramann, kann der Zuschauer atemberaubende Aufnahmen bewundern.
Die Bewertung erfolgt aufgrund der Schwierigkeit der gezeigten Sprünge, deren Ausführung und der Zusammenarbeit der beiden Teammitglieder.
Der Springer versucht, in seiner nur begrenzten Arbeitszeit von 50 Sekunden ein möglichst harmonisches Programm zu bieten, um eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen.

Skysurfen – Auch für das Publikum interessant

Auch für das Publikum bieten Wettkämpfe dieser Disziplin einen hohen Unterhaltungswert: Man stelle sich nur einmal zwei Springer vor, die sich aus 4000 m Höhe in die Tiefe stürzen und dabei auch noch akrobatisch anspruchsvolle Sprünge durchführen, die man sich nach der Landung noch einmal als Filmaufnahme ansehen kann. Bei dem Tempo von 180 bis 200 km/h kann einem als Zuschauer schon angst und bange werden, aber die wenigen Springer, die sich dieser Herausforderung stellen, sind bestens trainiert und wissen genau, was sie tun. Es ist wichtig, dass sie während der Sprünge nie die Orientierung verlieren, was bei bis zu vier Umdrehungen pro Sekunde absolute Konzentration und Fitness erfordert.

Faszination Skysurfen

Fotonachweis: © JWR – Fotolia.com

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